Ähnlich wie ihre Mitverschworene, die Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt („Wir haben als Kirche vielfach versagt und sind an Menschen schuldig geworden“)1, versteckt sich auch Bischöfin Fehrs hinter ihrer Institution: „Wir sprechen über ein eklatantes Versagen unserer Kirche und Diakonie, betroffenen Menschen gerecht zu werden.“2 Sie sagte, „Wir haben uns, auch als Institution an unzähligen Menschen schuldig gemacht“3, hätte aber, der Wahrheit halber, hinzufügen müssen, “…ich persönlich auch“. Sie erklärte, „Und klar ist: Wir haben täterschützende Strukturen“4, behielt aber die andere Hälfte der Wahrheit für sich: „Eine von denen habe ich zu verantworten.“ Sie konstatiert, „Wir weisen betroffene Menschen zurück und verletzten sie erneut“5 und kann sich beherrschen, nicht laut zu sagen, „…so wie ich meine Hamburger ULK-Petentin“. Alles kleine Lügen, durch gezieltes Auslassen.

Das Wesentliche aber, was Bischöfin Fehrs in ihrer die fehlenden „Mea Culpa“-Teile mit ostentativer, Emotionalität übertünchenden „Nostra Culpa“-Rede6 auslässt, die große Lüge

Im Englischen sagt man ja, „jemanden unter den Bus werfen“.1 Bei „vor den Bus werfen“ bilde ich mir ein, hat die betreffende Person eine größere Chance, das zu überleben, was immer es ist, was sie oder er als „Schuld in die Schuhe geschoben“ bekommen soll.

Die Vorgängerin der kommissarisch amtierenden Ratsvorsitzenden Fehrs, die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus, hätte es tun können, tat es aber nicht: Nach Lage der Dinge hätte Frau Kurschus ihre Stellvertreterin Fehrs dadurch „vor den Bus werfen“ können, dass sie