Ich mache meinen Job, Sie nicht, Frau Fehrs. Ich habe das Ehrenamt, als Unterstützer und Begleiter Ihrer Petentin darauf aufzupassen, dass ihr in ihrem Missbrauchsaufarbeitungsprozess mit Ihnen kein Unrecht widerfährt und dass ihre Bedürfnisse gesehen werden.

Ich bin in diesem Ehrenamt tätig seit fünf Jahren1, mit einigem Energie- und Zeitaufwand – weil Sie, Bischöfin Fehrs, schlampig und unprofessionell-dilettantisch2 arbeiten.

Die EKD ist nach zwei Ratsvorsitzendinnen, die beide das Zelebrieren von Vertuschung zur „Chefinnen-Sache“ gemacht haben, vermutlich an einem Punkt angekommen, wo sie die Chance bekommt, die Wiederholung eines mit ausgrenzender Vernichtungsenergie einhergehendes gesellschaftlichen Handelns aus der deutschen Geschichte eventuell vermeiden zu können.

Neben dieser Chance, die darin liegt, sich selbst als Kirche nicht mit weltlichen Institutionen, Organisationen oder Personen verwechseln zu müssen, die im Austragen der großen weltlich-gesellschaftlichen Konflikte jeweils ausschließlich eine Seite unterstützen bzw. komplett zu ihr werden1, hat sie auch die Chance, innerkirchlich mit mörderischer Energie durchgeführte Ausgrenzungen zu vermeiden bzw. schon geschehene Exkommunikationen rückgängig zu machen.