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Missbrauchte missbrauchen. Kirsten Fehrs und die Banalität des Bösen in der evangelischen Kirche.

von Silke Schumacher und Thies Stahl

In einem Interview wurde die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs1 gefragt, wie glaubhaft die Botschaft der Kirche eigentlich noch sein kann, „wenn man selbst den eigenen Laden nicht so richtig im Griff hat“. Sie antwortete: „Natürlich ist diese Situation, dass wir in den Jahrzehnten, die wir hinter uns haben, das auch in der evangelischen Kirche sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde und zwar — ich hab ja sehr viel mit Betroffenen Seit 2011 zu tun — und zwar so, dass es das Leben von Menschen wirklich zerstören kann, diese Schuld wirklich anzuerkennen, diese Schuld und auch das, was damals in den Kirchen wirklich nicht stattgefunden hat, nämlich offen und klar zu diesen [Versprecher im Original] Schuld zu stehen, das jetzt uns natürlich schon über die ganzen vergangenen Jahre sehr herausruft und mich auch persönlich sehr bewegt, dass wir Aufarbeitung, Prävention und Anerkennung von betroffenen Menschen, dass das allem voransteht, auch in der Tagesordnung der EKD, dafür stehe ich ein…“

Nein, das tut Bischöfin Fehrs nicht. Genauso wenig, wie das ihre „Vertuschungsschwestern im Geiste“ getan haben oder noch tun, ihre Vorgängerin, die damalige Ratspräsidentin Kurschus, und die Chefin ihrer Landeskirche, Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt. Diese beiden heuchlerischen Hierarchinnen der Nordkirche und der EKD sind, zusammen mit dem Ottensener Pastor Frank Howaldt, Teil der Kirchenleitung Nord und wirken als verschworene Gemeinschaft daran zusammen, den Missbrauchsmitwisser und -täter und Fehrs-Freund, Pastor R., zu schützen.

Die „Causa Fehrs“2 wollen sie anscheinend aussitzen. Sie denken vermutlich immer noch, dass sie die schwarzen Flecken ihres Gewissens mit einem geschwärzten Gutachten kaschieren können. Das wird wohl nicht klappen, entsteht doch gerade eine Art Ergänzungsgutachten3 zum „Gercke Wollschläger“-Schwarzgutachten.

Der Pfingst-Applaus von Bischöfin Fehrs4 kommt zu früh: Ihre Kirche lässt die Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs immer noch reichlich „unheiligen Geist“ verbreiten.

  1. phoenix tagesgespräch mit Kirsten Fehrs u.a. zur Rolle der Kirche am 07.04.26: https://youtu.be/o2WZ2nTW1TE?t=265
  2. Hier eine Liste der einschlägigen Blogbeiträge, von denen bisher keiner das Ziel juristischer Bemühungen der Kirche war.
  3. Siehe das „Dossier ‚Causa Fehrs‘“ (aktuelle Vorabversion ChatGPT).
  4. Siehe https://www.youtube.com/watch?v=erMybAKTLSQ,

 

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