Sucharit Bhakdi Antisemitismusvorwurf. Ein übersehener Aspekt.

Sucharit Bhakdi Antisemitismusvorwurf. Ein übersehener Aspekt.

von Thies Stahl, 13.06.20221 /// Dieser Text als PDF.

Das corpus delicti – Sucharit Bhakdi sagt im April 2021 im Interview „Die Impfung! Die Hölle auf Erden! Prof. Bhakdi“ mit Kai Stuht, zitiert am 13.05.2022 von Reitschuster:

„Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war, und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land in etwas verwandelt, was noch schlimmer ist, als Deutschland war. (…) Das ist das Schlimme an den Juden: Sie lernen gut. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie. Aber sie haben das Böse jetzt gelernt – und umgesetzt. Deshalb ist Israel jetzt living hell – die lebende Hölle.“

Über diese Sätze Bhakdis, also über diesen Gesprächsausschnitt, wurde in einer Diskussion in einer Telegramgruppe2 schon einiges gesagt. Die Gastgeberin dort, Aya Velázquez, sagte, “Bei Bhakdis Äußerungen läuft es mir kalt den Rücken herunter, denn sie waren in der Tat antisemitisch. Ich bin selbst keine Jüdin, aber es verletzt mich, wenn ich so etwas höre, genau als wäre ich gemeint. Als Kulturanthropologin bin ich von Hause aus für jedwede Art der Essentialisierung von kulturellen und ethnischen Gruppen stark sensibilisiert – und was er gesagt hat, geht einfach nicht.“3

A. Betrachtungsebenen

Die Diskussionsbeiträge, die ich dort und vereinzelt auch in anderen Kanälen und sozialen Medien gelesen habe, lassen sich drei Betrachtungsebenen zuordnen:

(1) Kernzitat – Was direkt und indirekt gesagt wurde

(2) Gesprächskontext – vor und nach dem Kernzitat aufgemachte und geschlossene Frames

(3) Größerer politischer Kontext des Antisemitismusvorwurfes und der Volksverhetzungsklage

A.1. Größerer politischer Kontext – Bestrafung der Exponierten

Die Betrachtungsebene (3) betreffend wurde in vielen Diskussionen darauf hingewiesen, dass die Vertreter des offiziellen Regierungs- und Mainstream-Medien-Narrativs mangels belastbarer Argumente und Zahlen begonnen haben, eine Stufe höher zu eskalieren, was die Bestrafung, Verleumdung und Diskreditierung von führenden Vertretern des Widerstandes betrifft (z.B. von Stephan Kohn, Michael Fritsch, Dr. Ronald Weikl und vielen anderen).

A.2. Zum Kernzitat – Dicht am Text

Die Betrachtungsebene (1) betreffend schließe ich mich der Analyse von Aya Velázquez an:

„Er hat ‚Juden‘ als kulturelle und religiöse Gruppe essentialisiert ‚DIE Juden‘, nicht ‚der Staat Israel‘“, er hat ihnen somit allgemein gültige Eigenschaften zugeschrieben …. Über keine einzige kulturelle, ethnische oder religiöse Gruppe der Welt dürfte man solcherart pauschalisierende, essentialisierende Äußerungen tätigen, da keine Gruppe dieser Welt homogen ist, wo alle Mitglieder dieser Gruppe gleiche, austauschbare Eigenschaften haben. Für die, die den Begriff nicht kennen: Das nennt man ‚Essentialisierung‘ – einer Gruppe, einer Kultur, eine feste Essenz zuschreiben. … Das ist wie ‚DIE Ungeimpften‘ – und die Grundlage für jede kollektive Gräueltat an der zuvor sprachlich in jener Form designierten Gruppe. Gerade die Opposition, die mehrheitlich als ‚DIE Ungeimpften‘ verunglimpft wurde, sollte hier besonders sensibel sein.“4

„Essentialisieren heißt, eine feste Essenz, einen Wesenskern zuschreiben. Wenn man das bei ethnischen Gruppen macht, bildet das die Grundlage für Ungleichbehandlung… bis hin zu Ausgrenzung und Genozid.“5

Nicht anschließen kann ich mich ihrer Aussage, auch in diesem Post, Bhakdi hätte gesagt, „was ‚die Juden‘ heute machen sei ‚viel schlimmer als das, was die Deutschen gemacht haben!‘“. Hier hat sich Aya Velázquez vertan: Bhakdi hat in seiner beanstandeten Äußerung nicht „die Juden“ und „die Deutschen“ verglichen sondern die Länder Deutschland und Israel. Er sagte, „Das [jüdische] Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land [Deutschland], aus diesem Land, wo das Erzböse war, und [die aus Deutschland geflüchteten Juden] haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land in etwas verwandelt, was noch schlimmer ist, als Deutschland war.“ Aber Aya Velázquez hat durchaus richtig erfasst, dass Bhakdi in diesem Satz „die Juden“ und „die Deutschen“ (hier hat sie die auf eine Essentialisierung verweisenden Anführungsstriche vergessen) indirekt oder implizit aufeinander bezogen hat, indem er nämlich

  • während er im Satz„…geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war“ die Worte „aus diesem Land“ mit eindringlicherer Tonalität und bedeutungsvollem Blick wiederholte und dabei beide Male bei „diesem“, als analoge Markierung, in Richtung des durchaus „biodeutsch“ wirkenden Kai Stuht und sehr auch deutlich auf den „Ort“ auf dem Sofa, auf dem er sitzt, gestikulierte, und
  • das Adjektiv schlimm als Komparativ „schlimmer“ vermutlich nicht zur Kennzeichnung geografischer Merkmale der Länder Israel und Deutschland verwendete, sondern eher für sie essentialisierende charakteristische oder sie charakterisierende Merkmale jeweils „ihres Landes“, also Israel, und Deutschlands, also für Merkmale der jüdischen und der deutschen Nation, und damit eben indirekt oder implizit „der Juden“ und „der Deutschen“. Man kann also davon ausgehen, dass in diesem Satz für Bhakdi Deutschland und „die Deutschen“ ebenso synonym gebraucht wird wie Israel und „die Juden“.

Auch in diesem Post6 sagte Aya Velázquez dann pointiert: „Er hat ‚die Juden‘ mit ‚dem Bösen‘ assoziiert – ‚das Böse‘ als ontologische, ultimative, spirituelle Dimension. … Ein solcher Satz hätte so auch in ‚Mein Kampf‘ stehen können.“ Da stimme ich ihr wieder zu, aber nicht ohne darauf hinzuweisen, wie ich es unten ausführen werde, dass er das Gleiche in Bezug auf „die Deutschen“ tat, geht man von der Synonymität von [das schlimme Deutsch-]Land, wo das Erzböse war“ und „die Deutschen“ aus.

Auch Aya Velázquez´ Kommentar zu den Unterschieden zwischen dem damaligen Nazi-Deutschland und dem heutigem Israel finde ich als notwendige Korrektur sehr wichtig, da diese Unterschiede in der Aussage Bhakdis keine Rolle zu spielen scheinen, also in seiner in diesen kurzen Sätzen übermittelten Sicht der Wirklichkeit von Israel und Deutschland nicht mit abgebildet wurden: “Mal abgesehen von der Art und Weise, WIE Bhakdi es gesagt hat (indiskutabel daneben), war sein Talking Point denn auch nur annähernd faktisch korrekt? Gab es in Israel im April 2021 Konzentrations- und Vernichtungslager zur industriellen Tötung von Menschen? Antwort: Natürlich nicht. Hat Israel mehr geimpft als Deutschland? Auch nicht. Der Anteil der geimpften und geboosterten Bevölkerung liegt in Deutschland höher als in Israel. Ja, Israel hat zwischenzeitlich den ‚Grünen Pass‘ eingeführt, Deutschland nannte es eben ‚2G‘. Unterschiedliche Marketing-Verpackungen für die gleiche totalitäre K….sch…e. Wo genau liegt jetzt der Unterschied, außer in der Art der PR, mit der es durchgezogen wurde? Und was an Bhakdis Aussage stimmt dann überhaupt? Warum ist dann nicht Deutschland auch ‚Living Hell‘ und das ‚absolut Böse‘?“7

A.3. Größerer politischer Kontext – Social Engineering

Auch diese ebenfalls den größeren politischen Kontext betreffenden Positionen von Aya Velázquez, kann ich nachvollziehen:

„Mir ist es wichtig, den Widerstand aufzufächern, in ein Spektrum an Haltungen, keinen ‚I support the opposite of the current thing‘- Einheitsbrei, in dem jeder mit dem ganzen Spektrum für den Mainstream fragwürdiger bis inakzeptabler Standpunkte und Äußerungen weggeframed und weggeschwurbelt werden kann. … Ich wünschte, mehr Leute im Widerstand würden dies ebenfalls tun. Genau diese monolithische Block-Bildung an Meinungen, macht es dem Mainstream so unfassbar leicht, die Opposition als Ganzes wegzucanceln. Genau so funktioniert Social Engineering“8

„Ich halte die ‚Causa Bhakdi‘ deshalb für so wichtig, weil an seiner Person gerade Social Engineering betrieben wird: Erst wird ein Held aufgebaut, den alle lieben, dann wird ihm ein irreversibler Makel angeheftet – er kann seine antisemitischen Aussagen nicht rückgängig machen – dann sorgt man dafür, dass sich die gesamte Opposition GESCHLOSSEN hinter ihn stellt. … Es soll ganz offensichtlich eine ‚Fraktionsdisziplin‘ hergestellt werden, so dass die gesamte Opposition als EIN Block geschlossen hinter Bhakdi steht. Infolgedessen kann die Opposition als ‚Antisemitismus-Supporter‘ seitens des Mainstreams dann bequem weggeschwurbelt und weggeframed werden.“9

“Eine Opposition, die sich von solchen Äußerungen nicht distanziert – und meinetwegen weiterhin zu Bhakdi als Mensch steht – schadet sich selbst.“ und „Ich verstehe nicht, warum ihr nicht versteht, dass eine Fehlerkultur der Opposition den Arsch retten würde. Man könnte sich von Bhakdis Äußerungen distanzieren, ohne sich von ihm als Mensch zu distanzieren. Aber ihr schützt seine Äußerungen. Warum?“10

Der Rechtsanwalt Friedemann Däblitz formuliert in die gleiche Richtung: „Erschreckend viele, von den (wenigen), mit denen ich darüber sprach, sehen ihre erste Aufgabe darin, Bhakdi vor dem Antisemitismus-Vorwurf in Schutz zu nehmen.“ Er meint außerdem, „… ich sehe das auch so, das waren antisemitische Äußerungen. Eine Volksverhetzung sehe ich zwar nicht, ich halte das Verfahren auch für politisch motiviert, aber die Äußerungen waren dennoch antisemitisch.“ (Däblitz fügt noch hinzu: “Antisemitismus ist übrigens nicht per se strafbar. Genauso ist es übrigens nicht strafbar, Rassist zu sein.“11)

Ich meine auch, dass man es begründen kann, dass Bhakdis Äußerungen im Stuht-Interview antisemitisch genannt werden können, wobei ich es allerdings angemessener finde, die im Kontext der kritischen Auseinandersetzung mit seinen Aussagen in diesem Interview beanstandeten Äußerungen Bhakdis nicht „antisemitisch“ zu nennen, sondern von Äußerungen zu sprechen, die geeignet sind, „die sich als jüdisch verstehende Gruppe von Menschen essentialisierend explizit oder implizit abzuwerten“. Diese Definition enthält das von Aya Velázquez vorgeschlagene, nach meinem Eindruck für eine Deeskalierung und angemessene Versachlichung des Diskurses nützliche Konzept „Essentialisieren von Menschen“: “Ich habe zigmal Essentialisierung beschrieben, und warum man diese vermeiden sollte, weil sie die Grundlage für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bildet. Mir wird vorgeworfen, zu lange über dieses Thema zu reden, aber es wurde noch immer nicht verstanden – gerade von Oppositionellen, die vorher ‚pauschal‘ als Gruppe der ‚Ungeimpften‘ essentialisiert und an den Pranger gestellt wurde. Essentialisierung und Abwertung von Juden nennt man in Deutschland speziell Antisemitismus. Jede Essentialisierung und Abwertung einer Gruppe ist verkehrt, aber bei Juden in Deutschland, bei unserer Geschichte, ist es unverzeihlich.“12

So könnte man antisemitische Äußerungen definieren als Äußerungen, in denen oder mit deren Hilfe Angehörige einer sich in ihrer Identität als jüdisch definierenden Religions- und/oder Nationalitätsgemeinschaft per Essentialisierung diskriminiert, abgewertet, ausgegrenzt, stigmatisiert oder sonst wie psychisch oder sogar physisch, die Integrität ihres Leibes und ihres Lebens betreffend, geschädigt werden. Solche dann in der Regel antisemitisch genannten Äußerungen sind genau genommen eine Unter- oder Teilmenge der Obermenge „Menschen-Gruppen essentialisierend abwertende Äußerungen“.

„Antisemitisch“ sind Äußerungen also dann, wenn sie

  • wie „essentialisierend“ sind, d.h. unterstellen, es gäbe eine in Bezug auf ein benanntes Merkmal eine tief in allen Mitgliedern der jeweils gemeinten Gruppe, in ihrem Wesenskern, eine diesem Merkmal zugrunde liegende „feste Essenz“, d.h. eine invariante, quasi materialisierte, reifizierte, also eine einem Ding gleiche Substanz oder Entität,
  • despektierlich bis offen abwertend sind, und
  • auf Angehörige der jüdischen Religions- oder jüdischen Volksgemeinschaft zielen.

Ich werde unten zeigen, dass Bhakdi sich entsprechend dieser Definition über „die Deutschen“ in ähnlicher Weise essentialisierend abwertend geäußert hat, wie er das über „die Juden“ getan hat. Man könnte beinahe versucht sein zu sagen, er hätte sich beiden Gruppen gegenüber, um den ohnhin inflationär gebrauchten Begriff hier einmal völlig deplatziert und sinnpervertiert zu gebrauchen: „antisemitisch“ (!) geäußert.

  • Über „die Juden“ sprach er im Wesentlichen als über „eine Gruppe von sich als jüdisch definierender Menschen, zu deren Essenz die Fähigkeit gehört, u.a. das Böse „gut [im Sinne wohl von schnell und gründlich] lernen“ und das Gelernte „umsetzen“ zu können“.
  • Über „die Deutschen“ sprach er, etwas weniger explizit, aber nicht weniger, eher heftiger, essentialisierend abwertend als über „eine Gruppe von sich als deutsch verstehenden Menschen, zu deren Essenz die Fähigkeit gehört, in ihrem Land (in ihrer Nation und in sich selbst?) „das Erzböse“ existieren zu lassen (oder zu beherbergen?) und ihr Land (und ihre Nation?) zu einem „schlimmen Land“ (oder einer schlimmen Nation?) werden zu lassen oder zu gestalten.

A.4. Unmittelbarer Gesprächskontext – vor dem Kernzitat

Sucharit Bhakdi spricht (in Minute 24:10 des Interviews) die deutschen Zuschauer:innen direkt an und meint, wer es gerne möchte, könne sich ja impfen lassen, aber, an alle Deutschen und ihre Politiker gewandt, „versuchen Sie nicht, Zwang auszuüben! Dieser Zwang wird ausgeübt, in Israel, in vielen anderen Ländern schon, und wenn ihr nicht aufpasst, kommt es hier, so schnell, dass ihr nicht wisst, was euch getroffen hat, schneller als der Blitz. Und wenn ihr so indolent (träge, faul) seid und nicht aufsteht und sagt, ‚Nein, mit uns macht ihr das nicht!‘, dann ist es um euch geschehen. Und dann werdet ihr auch nicht die Möglichkeit haben, zu flüchten. Israel, die Israelen können nicht mehr flüchten, das Land ist zu. Das wird hier passieren.“ Sucharit Bhakdi setzt also die Situation der Menschen in Deutschland mit der Situation der Menschen in Israel in Verbindung.

Damit ist der 1. Frame eröffnet: In Deutschland (der Gegenwart) wird es so schlimm werden, wie es gegenwärtig in Israel schon ist.“

Der 2. Frame ist: Ein kosmopolitischer Thai, der sich in Amerika und in Deutschland gut auskennt, erklärt (virtuell) den Amerikanern und, per Kamera und an Kai Stuht als deren Vertreter adressiert, den Deutschen etwas für ihn persönlich Wichtiges: „Und, ich wurde mal gefragt, von einem Amerikaner, was ich zu Israel zu sagen habe….[Undeutlich:] Ich sagte: …“

Der 3. Frame ist: „… Für mich, die Israelen, dieses Volk, das ich mehr bewundert habe, als irgendein anderes Volk auf der Welt, ich war ein Juden-Bewunderer, [zu Kai Stuht gewandt] Du weißt, ich bin Musikliebhaber, Kunstliebhaber, die größten Geister waren die Juden, [wieder zu Kai Stuht gewandt] es tut mir leid, wenn ich euch [spricht in Kai Stuht das deutsche Volk an] das sagen muss,…“ und „…ich verehrte sie [die Juden], [zu Kai Stuht:] Du hast meine Schallplattensammlung gesehen, ich bin den jüdischen Musikern nachgereist um eine Unterschrift von ihnen zu bekommen, Isaac Stern, Dawid Oistrach, ja, hunderte von Kilometern bin ich gereist um sie zu hören und ein Autogramm zu bekommen, ich hab sie verehrt.“

Der 4. Frame ist: “…ich bin Buddhist [Kai Stuht: „Ich hab da kein Problem mit.“]…“

A.5. Der szenische Raum im Interview

Nimmt man seine verbal, tonalen und gestischen Äußerungen alle zusammen, so wird deutlich, dass der Buddhist, Thai-Amerikaner-Deutsche und (siehe 5. Frame unten) Wissenschaftler Sucharit Bhakdi sich in einem szenischen Raum, man könnte auch sagen, in einer virtuellen, inneren Aufstellung befindet, in dem es (a) ihn gibt (da wo er sitzt, markiert er manchmal mit seiner Hand auf seiner Brust), (b) den Interviewer, deutlich „biodeutsch“ aussehenden Buddhisten Kai Stuht, (c) die Amerikaner (Blick gerade aus, hinweg über und hinter die Kamera), die damaligen Deutschen (die er auch dorthin verortet, d.h. gestisch „drapiert“, wo Kai Stuht sitzt), die heutigen „Israelen“/„die Juden“ (die er gestisch vor sich und leicht nach unten rechts versetzt verortet), die von ihm verehrten jüdischen Musiker und Denker (vor sich, etwas höher und eher mittig) und die heutigen Deutschen (Blick in die Kamera, tonal markiert durch ein Lauterwerden seiner Stimme und das Hochziehen seiner Augenbrauen). Diese nonverbalen szenischen Hinweise13 werden während des „Kernzitates“ (Min 26:22) besonders deutlich:

“Und jetzt machen sie das…[diese einleitenden Worte fehlen in der Zitierung durch Reitschuster; Bhakdi gestikuliert dabei im Raum vor sich dorthin, wo er vorher die jüdischen Musiker und Denker gestisch „hindrapiert“ hatte, dabei Kai Stuht mit hochgezogenen Augenbrauen ansehend], …das Volk [dabei Geste zu den jüdischen Musikern und Denkern], das geflüchtet ist aus diesem [dabei Geste und auch Blick zu Kai Stuht] Land, [wiederholt, mit der gleichen Geste in Richtung Kai] aus diesem Land, wo das Erzböse war, und haben ihr Land gefunden und haben ihr eigenes Land verwandelt in etwas, was noch schlimmer ist, als Deutschland war, so unfassbar. Und dann habe ich den Amerikanern gesagt: [diese letzten fünf Worte fehlen in der Zitierung durch Reitschuster] Das ist das Schlimme an den Juden, sie lernen [tonal markiert; Minipause] … gut. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie. Aber sie haben das Böse jetzt [Minipause]… gelernt und umgesetzt, und deswegen ist Israel jetzt [Geste in Richtung Deutschland damals, verortet am Sitzplatz von Kai Stuht] „Living Hell“, die „lebende Hölle“…

A.5. Unmittelbarer Gesprächskontext – nach dem Kernzitat

„…und ich habe den Amerikanern gesagt [Blick in Richtung Kamera, leicht über sie hinaus]: Wenn ihr nicht aufpasst, wird Amerika auch die lebende Hölle sein, und ich sage euch jetzt [Blick wieder in die Kamera, etwas tiefer, also zu den heutigen Deutschen], euer Land wird verwandelt in die lebende Hölle, wenn ihr nicht bald aufsteht!“

Den 5. Frame setzt Bhakdi nach der Intervention von Kai Stuht („Das sind ja, gerade in Deutschland, krasse Thesen, die Du da jetzt aufgestellt hast, für die sind viele natürlich schon wirklich sehr geschasst worden. Warum siehst Du das als so dramatisch an, was in Israel gerade passiert? … Was ist das, was Dich als Thailänder und als halber Deutscher, bewegt, so etwas zu sagen, so eine These aufzustellen?“): „Hör mal gut zu: Ich bin Wissenschaftler, ob ich Thai oder Deutsch bin, ist egal, ich bin Infektiologe und Immunologe, ich hab fast vierzig Jahre lang ein Fach gelehrt, was jetzt [seine Markierungen durch Blicke und Tonalitäten: spricht zu den jetzigen Deutschen und den Amerikanern] missbraucht wird, mein Fach wird missbraucht, um dieses [gestikuliert Richtung jüdische Musiker und Denker, Blick dabei auf Kai Stuht] Land in die lebende Hölle zu verwandeln, und das ist das, was ich nicht ertrage und nicht ertragen werde, und das ist der Grund, weswegen Karina und ich gesagt haben, wir schreiben doch noch mal ein Buch, es muss doch, verdammt noch mal, es muss doch möglich sein, in einem Land der Dichter und Denker [Blick in die Kamera, hochgezogene Augenbrauen] die Bevölkerung aufzuwecken…“. Bhakdi spricht dann noch kurz über das Buch und im Folgenden dann über das Hauptthema des Videos, die Impfung.

Der von Bhakdi per analog markierender und qualifizierender Verortungsgestik, Tonalitätswechsel sowie Blickfokussierungs- und Blickrichtungsmuster dargestellte, für ihn innerlich präsente und seinen Aussagen Bedeutung verleihende szenische Gesamtzusammenhang legt also eine interessante zusätzliche Sichtweise für die Bewertung seiner scheinbar einseitig nur „die Juden“ essentialisierend tendenziell abwertenden Aussagen nahe. Aus dieser Sichtweise generiere ich im Folgenden einige Ideen und eine Argumentationslinie, mit deren Hilfe Sucharit Bhakdi vielleicht seine Chance vergrößern kann, dem Antisemitismusvorwurf gegen ihn erfolgreich entgegen zu treten. Da ihm wohl ein politisch motivierter, vermutlich mit harten Bandagen geführter Prozess bevorsteht, können er und seine Anwälte sicher alle Ideen brauchen.

B. Ideen für eine mögliche Erklärung Sucharit Bhakdis

Damit komme ich zu dem als bisher übersehen angekündigten Aspekt – übersehen und überhört wohl von den meisten, die sich mit den in diesem Kai-Stuht-Interview kameraöffentlich auf der politischen Bühne getätigten Äußerungen Bhakdis beschäftigt haben. Eine Einbeziehung dieses Aspektes könnte auch für Sucharit Bhakdi selbst in dem Fall wichtig werden, dass er sich entscheidet, eine Erklärung zu den Antisemitismusvorwürfen abzugeben oder gezwungen wird, sie abzugeben, sollte die gegen ihn erhobene Anklage wegen Volksverhetzung tatsächlich gerichtlich verhandelt werden. Wäre das der Fall, würde diese Anklage sehr wahrscheinlich auf dem Antisemitismusvorwurf gegen ihn aufgebaut werden, um den es in diesem Text geht – und der ja, da er meines Wissens nach von Bhakdi bisher nicht öffentlich kommentiert wurde, noch im Raume steht.

Für einen effektiven Umgang mit diesem Vorwurf könnten sich die folgenden Gedanken als nützlich erweisen, für Sucharit Bhakdi selbst, aber wohl auch für die Diskussion über Bhakdis Äußerungen in der Widerstandsbewegung. Letztere macht sich und ihren verdienten Vorkämpfer Sucharit Bhakdi angreifbarer, wenn sie ihn nur dadurch vor einer üblen, politisch motivierten, etwas nazioid anmutenden Volksverhetzung-Attacke zu schützen versucht, dass sie ihn (weiterhin) unreflektiert und reflexartig, also eher blind und kritiklos, gegen den noch nicht wirklich sinnvoll eingeordneten und daher noch virulenten Antisemitismusvorwurf gegen ihn verteidigt.

Im Folgenden werde ich den übersehenen Aspekt in einer speziellen Form darstellen, die hoffentlich von Sucharit Bhakdi und anderen nicht als vermessen erlebt wird: Als „virtueller Ghost-Writer“ Bhakdis schreibe ich eine genauso virtuelle Erklärung, deren Elemente und Bestandteile Bhakdi als Grundlage für eine Erklärung seiner Anwälte vor Gericht und auch für eventuell spontan geäußerte eigene Erklärungen nehmen und nutzen kann – wenn er sie denn dann als passend für das Gesamt seiner Werte, Überzeugungen und Gefühle erlebt, kombiniert dann wohl mit seinen eigenen, natürlich weiter reichenden und tiefer gehenden eigenen, seine Biografie und Sozialisation betreffenden Gedanken und Ideen.

B.1. Zu den beiden Erlebnisebenen im Interview

Zur besseren Einordnung seiner Äußerungen im Interview mit Kai Stuht könnte Sucharit Bhakdi spontan erklären oder seine Anwälte vor Gericht vortragen lassen:

„Mir ist im Nachherein deutlich geworden: Es gab zwei Erlebnisebenen in diesem Interview, die Grundlage meiner Äußerungen waren. Eine hat mit dem die relevanten Nationalitäten und eine mit dem mein religiöses Leben betreffenden Teil meiner Biografie zu tun.

  • In der ersten Erlebnisebene sprach ich als Thailänder mit ‚den Amerikanern‘ und ‚den Deutschen‘ über ‚die Juden‘ und ‚die Deutschen‘, letztere dabei ebenso essentialisierend wie die ersteren. Dabei kamen ‚die Deutschen‘ schlechter weg als ‚die Juden‘, was auch daran deutlich wird, dass ich ‚den Deutschen‘, in der Interview-Situation vertreten durch Kai Stuht, das angesichts der Last des ‚Erzbösen‘ für sie tröstliche ‚aber immerhin ist Deutschland auch das Land der Denker und Dichter‘ weggenommen hatte, als ich zu ihm sagte, ‚die größten Geister waren die Juden‘.
  • In der zweiten Erlebnisebene habe ich als Buddhist zu einem anderen Buddhisten, Kai Stuht, über ‚die Christen‘ und ‚die Juden‘ gesprochen. Dabei habe ich vielleicht (a) meine Vorstellung von ‚den Deutschen‘, vermittelt über den Begriff ‚das Erzböse‘, eher mit einer unreflektierten Vorstellung von ‚den Christen‘ und von der ‚Erbsünde‘ überlagert und (b) meine Vorstellung von den heute in Israel lebenden ‚Israelen‘ mit derjenigen ‚der Juden‘, die in ihrer langen Assimilationsphase in Deutschland das dort essentiell vorhandene Böse qua ‚gutem [schnellem und gründlichem] Lernen‘ quasi aufgesaugt haben. Für dieses Essentialisieren ‚der Deutschen‘ habe ich mich, zumindest in Ansätzen, schon stellvertretend bei dem Deutschen Kai Stuht entschuldigt.“

B.2. „Die Juden“ und „die Deutschen“, beide Gruppen gleichermaßen, sie essentialisierend, abgewertet

Hier kommt der als bisher übersehen angekündigte Aspekt, wieder in der von mir als „Ghost-Writer“ für eine potentiellen Gebrauch durch Sucharit Bhakdi vorbereiteten Ich-Form:

“Mit dem Abstand eines Jahres und nach mehrmaligem Ansehen und Anhören des Interviews, kam ich zu der Einsicht, dass ich sowohl über ‚die Juden‘ disrespektvoll gesprochen habe, als auch über ‚die Deutschen‘. Ich dachte, als ich vom ‚guten Lernen der Juden‘, also des jüdischen Volkes sprach, an die in der Regel gut gelingende Assimilation der Juden in ihren Gastländer in aller Welt – und speziell eben auch an ihre Assimilation in Deutschland. Dabei habe ich, wohl irgendwie vorbewusst und vielleicht auch als Ausdruck einer Déformation professionnelle als Infektiologe, die Vorstellung entwickelt, dass ‚die Juden‘ sich beim Lernen von ‚den Deutschen‘, in deren ‚Land [und wohl auch in ihnen residierend] das Erzböse war‘, mit dem Bösen ‚infiziert‘, es als Flüchtende wie einen Virus oder anderen einen anderen Erreger mit nach Israel gebracht hätten, wo es sich dann ausgebreitet hätte und heimisch geworden sei, Israel in eine ‚living hell‘ verwandelnd.

Damit habe ich leider ‚die Deutschen‘, sie in dieser Weise essentialisierend, als Gruppe von Menschen stigmatisiert, welche die eigentlichen und leibhaftigen Träger und vielleicht auch Hüter des ‚Erzbösen‘ sind. Ich habe die Vergangenheitsform benutzt, ihr ‚Land, wo das Erzböse war‚, aber ich habe nichts darüber gesagt, ob das Erzböse in Deutschland intakt geblieben ist, nachdem ‚die Juden‘ ‚ihr eigenes Land in etwas verwandelt (haben), was noch schlimmer ist, als Deutschland war.‘

Wenn ich meine Wortwahl, das ‚Erzböse‘ in Deutschland gegenüber dem (Nur-)’Bösen‘, das die Juden ‚jetzt gelernt – und umgesetzt‘ hätten, mir heute noch einmal vergegenwärtige, kann ich nur vermuten, dass ich in meiner damaligen sowohl temporären als auch irrigen Vorstellung von der ‚Infektionskette‘ des Bösen ‚die Deutschen‘ (mit meinen Gesten auf Kai Stuht markiert) eher als diejenigen angesehen habe, deren eigentliche Essenz, quasi deren Wesenskern das Erzböse ist. Damit habe ich ‚die Deutschen‘ eher noch abwertender essentialisiert als ‚die Juden‘.

In einer Analogie gesprochen habe ich den Deutschen in ähnlicher Weise eine Art Erzschuld oder Erzsünde des Bösen zugesprochen, wie es die Nazis in Bezug auf die Schwulen gemacht haben. Die älteren Schwulen wurden, da sie quasi als Erzschwulen essentialisiert wurden, als zigfach schuldiger angesehen als die jüngeren Schwulen, die ja schließlich von den älteren ja nur per Modelllernen ‚gut [im Sinne von ’schnell‘] gelernt‘ haben: Die jüngeren Schwulen wurden als von den älteren Schwulen verführte Menschen deklariert, die deshalb weniger oder keine Schuld tragen. In den älteren Schwulen hat, in den Augen der Nazis, dann wohl ‚das Erzschwule‘, im Sinne wohl von ‚das abartigste, im tiefsten Kern Kranke‘, also etwas dem ‚das Erzbösen‘ Vergleichbares, residiert, essentialisiert als deren quasi angeborenes, ihrer genetischen Veranlagung entsprechendes defizitäres Charakter- oder Wesensmerkmal.

In meiner wohl etwas irrigen, infektionsähnlichen Vorstellung einer Ausbreitung des Bösen habe ich, analog zu den dann deshalb von den Nazis mit dem Tode bestraften älteren Erzschwulen und den jüngeren ‚Nicht-Richtig- oder Einfach-Schwulen‘, die sich ‚gut [im Sinne von ’schnell‘] lernend‘ quasi nur was ‚abgeguckt‘ und das dann ‚umgesetzt‘ haben, anscheinend ‚die Juden‘ im Vergleich zu ‚den Deutschen‘, in deren Land ja immerhin das ‚Erzböse war‘, d.h. deren Verhältnis zum ‚Erzbösen‘ zu einem ’schlimmen Deutschland‘ geführt hat, das ‚Einfach- oder Weniger-Böse‚ und damit eine geringere Schuld zugemessen an dem was sie in ihrem jeweiligen Land angerichtet haben.

Ich habe viel nachgedacht, warum ich zu der Art der Übertragung des Bösen von ‚den Deutschen‘ auf ‚die Juden‘ nichts gesagt habe. Auch heute, in der Rückschau kostet es mich Mut, einzele Mosaikstücken anzugucken und auszuprobieren, ob sie ins Bild passen und mir durch sie klarer wird, aufgrund welcher Ideen ich die Vorstellungen dieser Art von mysteriöser Ausbreitung des Bösen entwickelt haben könnte. Ein solcher Mosaikstein könnte sein, dass mir zum Zeitpunkt des Interviews in paar Male der Nazi-Satz ‚Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!‘ in den Sinn kam: Der intensive Kontrast von ‚genesen‘, also von ‚Gesundheit in die Welt bringen‘, und ‚Impfschäden und Tod in die Welt bringen‘ erklärt vielleicht ein bisschen meine unterschwellig vielleicht vorhandene Wut auf ‚die Deutschen‘. Hatten doch ‚die Juden‘ in Israel nicht nur die von ‚den Deutschen‘ ‚gut [im Sinne von ’schnell‘] gelernte‘ schlimme Politik und Praxis ‚umgesetzt‘, verwirklichten diese in einem mörderisches Tun, und dann auch noch mit Hilfe von großteils in Deutschland entwickelten Gen- bzw. Giftspritzen.

Meine Wut war während des Interviews unterschwellig geblieben und hat sich offensichtlich nur indirekt in dieser – wie ich heute sagen muss – abstrusen Vorstellung von der Übertragung und der Wanderung des Bösen von Deutschland nach Israel gezeigt. Zu dieser Vorstellung damals gehörte wohl leider auch mit die unbewusst mitgedachte, die Deutschen essentialisierende Annahme eines deutschen ‚Erzbösen‘, nach welcher das ‚Erzböse‘ etwas ist, das von allen Nationen der Welt eher bevorzugt ‚die Deutschen‘ gänzlich und bis ins tiefste Mark durchdrungen hat und, dann eben eventuell wohl noch bis heute, durchdringt.

Es mag sein, dass ich hier etwas den Blick der Amerikaner übernommen, die das ‚Erzböse‘, zumindest in der Nachkriegszeit, aber vielleicht in ‚homöopathischen‘ Dosen bis heute, lieber in den Juden ermordenden Deutschen vermuten, als in Indianer ermordenden Amerikanern.14

Was immer das in meiner Vorstellung war, es war etwas Essentielles, eine reifizierte, sich materialisiert habende, eigentlich geistig-seelische Essenz oder den Charakter formende Substanz. Es kam mir damals wohl so vor, als wäre das Erzböse15 der Wesenskern ‚der Deutschen‘, das am deutschen Wesen, an dem die Welt nun eindeutig nicht genesen ist.

Ich habe also beide Gruppen insofern in Bezug auf ‚das Böse‘ in der Weise essentialisiert, als dass sowohl ‚die Juden‘ als auch ‚die Deutschen‘ mit dem Bösen in sich und in ihrem Land umzugehen haben, als mit etwas, das sie leitet und antreibt, und als etwas, dass ihr Schicksal und wohl auch ihre Aufgabe darstellt.“

An dieser Stelle möge mir, als nicht von ihm engagierter Ghost Writer für Sucharit Bhakdi eine Bemerkung erlaubt sein. Als jemand, dessen Vorfahren seit vielen Generationen in Schleswig-Holstein leben, neuhochdeutsch also als „Biodeutscher“, trifft die Bhakdis These von Übertragung und Ausbreitung des Bösen, an dem „die Deutschen“ mit dem wohl besonders ansteckenden „Erzbösen“ beteiligt sind, auf etwas, mit dem ich seit meiner Einschulung 1956 oft beschäftigt war: Der Umgang mit der Schuld und dem Bösen „als Deutscher“. Sucharit Bhakdi möge mir verzeichen, wenn ich versuche, die Erklärungslücke zu füllen, die er als des logischen Denkens und Argumentierens mächtiger Wissenschaftler und auch als als Buddhist, offen gelassen hat.

Als meiner mir selbst gegebenen Rolle des Ghost Writers und Ideen-Lieferanten für hoffenlich nützliche Bausteine einer wohl von Sucharit Bhakdi irgenwann und irgendwo abzugebenden Erklärung werde ich gleich fortfahren mit der virtuellen Erklärung des virtuellen Sucharit Bhakdi. Der echte Sucharit Bhakdi möge mir verzeihen, wenn ich mit meinen Ideen zum Ausfüllen der von ihm offen gelassene Erklärungslücke vielleicht manchmal zu kreativ daneben liege. Sollte das der Fall sein, kann er diese Ideen aber vielleicht nutzen, um in der Reibung an ihnen etwas zu entwickeln, was den Richter in seinem Antisimitismus- und Volksverhetzungsprozess in Schleswig davon überzeugen kann, dass ein Antisemitismus, der sich essentialisierend-abwertend heftiger gegen „die Deutschen“ richtet als gegen „die Juden“, diesen Namen im Sinne der Anklage nicht wirklich verdient. „Vielleicht kann der Buddhist Bhakdi ausführen, was aus seiner Sicht in bei „den Juden“ und „den Christen“ in Bezug auf „das Böse“ ähnlich ist:

“’Die Deutschen‘ haben es mit dem Bösen in Form des ‚Erzbösen‘ zu tun, einem Bösen als eine ihnen wesenseigene Essenz, das so tief ‚in ihrem Wesenskern‘ steckt, wie das Erz in der Erde. Vielleicht, wenn es nicht auf magische Weise, etwa durch das ‚gute [im Sinne von schnelle und gründliche] Lernen‘ durch ‚die Juden‘ im Zuge ihrer Assimilation, begonnen hat, sich in Wohlgefallen aufzulösen, ist das Erzböse mittlerweile in der Genetik der Deutschen verankert, als (latente) Disposition, (wieder) ‚Gastgeber oder Container des Erzbösen‘ zu sein, oder, infektiologisch gedacht, sein ‚Wirt‘ – als deutsches Volk vielleicht der ‚Patient Zero‘, der sich in den Tiefen der Menschheitsgeschichte zuerst mit dem Erzbösen angesteckt hat.

Aber vielleicht haben ‚die Deutschen‘ ja auch eine Disposition, quasi als Essenz, sich vom Erzbösen infizieren zu lassen und damit Überträger des Bösen zu sein, während ‚die Juden‘ vielleicht nur eine Disposition dafür haben, sich mit dem ‚gut zu lernenden und umzusetzenden‘ einfachen Bösen‘ zu infizieren.

Und vielleicht haben ja beide, ‚die Juden‘ und ‚die Deutschen‘, aus der Tiefe ihres Wesens herrührend, eine Disposition, suggestibel für den Teufel zu sein16, die Deutschen eher eine Suggestibilität in Richtung des Erzbösen, als die für ‚die Juden‘ vielleicht ein Vorbild darstellenden Verführer, und ‚die Juden‘ eher eine Disposition in Richtung des pragmatischen, ‚gut lern- und umsetzbaren Bösen‘ – mit dessen Hilfe sie immerhin aber mittlerweile ‚ihr eigenes Land in etwas verwandelt (haben), was noch schlimmer ist, als Deutschland war.‘

Das von ‚den Juden‘ im Zuge ihrer Fähigkeit des ‚guten [im Sinne von ’schnellen‘ Modell-]Lernens‘ von ‚den Deutschen‘ erworbene „Böse‘, das in ihrer deutschen Assimilationszeit als ‚Juden unter Deutschen‘ in magischer Weise von derem „Erzbösen‘ auf sie übergegangen ist, ist wohl immerhin so tief in ihr Wesen eingedrungen, dass es heute in Israel als so etwas wie ein verbrecherischer Instinkt/Trieb17 auch ihr gesellschaftliches Handeln mit Tötungsimpulsen dominiert. Spricht man von Ansteckung, als Infektiologe bzw. als Psychologe, könnte man vielleicht sagen, ‚Das Böse ist zutiefst ansteckend‘ bzw. ‚eine Übertragung ist sogar per Modelllernen im Verlaufe der Assimilation möglich, qua psychischer Vererbung.

Relevant für das Essentialisieren ‚der Juden‘: Das ‚Böse‘, welches von ihnen ‚gut [schnell und gründlich] gelernt‘ wurde, kann vielleicht ja von den Lernenden auch jeweils so gut in sich aufgenommen und tief verwurzelt und verankert werden, quasi auch so tief in den eigenen Wesenskern und die eigenen Genetik übergehen, wie das wohl mit dem ‚Erzbösen‘ bei ‚den Deutschen‘ der Fall ist. Aber zumindest wohl so tief, dass es sich jetzt wie eine Art gut [und gründlich] gelernter ‚zweiter Haut‘ entfaltet, also so etwas, wie eine per Lernen erworbene und dann gesellschaftlich mörderisch ausgelebte ‚zweiten Natur‘.“

B.3. Indirekte Essentialisierung – Mitschwingende Konnotationen aus dem Sprachgebrauch

Essentialisierungen können auch indirekt als nicht direkt benannte Zuschreibungen geschehen, die sich aus eher vorbewusst wahrgenommenen Konnotationen von Sprechweisen ergeben, welche von der Mehrheit einer Sprachgemeinschaft – eher unbewusst – einem bestimmten Sprachgebrauch zugeordnet werden. Nicht wissend, ob Sucharit Bhakdi diese Gedanken verwenden möchte, verweise ich im Folgenden auf drei solcher Sprechweisen, die er in einer Erklärung oder auch, durch seine Anwälte, vor Gericht kommentieren könnte. An ihnen könnte er deutlich machen, dass ihm im Nachherein bewusst geworden ist, dass seine Äußerungen bei einigen vermutlich zu dem Eindruck einer tatsächlich antisemitischen, d.h. einseitig „die Juden“ essentialisierend abwertenden Aussage geführt haben, und nicht zu einer Wahrnehmung des tatsächlichen Sachverhaltes, dass er mit seiner Äußerung beide Gruppen von Menschen, „die Juden“ und „die Deutschen“, gleichermaßen essentialisierend abgewertet hat. Er hat letztlich „die Deutschen“ und „die Juden“ in Bezug auf ihren Umgang mit dem Bösen über „einen Kamm geschert“, sowohl was ihre Gastgeberschaft für das (Erz)Böse betrifft, als auch dessen gesellschaftliche Umsetzung.

„Den Deutschen“ und „den Juden“ das Gleiche zu unterstellen, würde man wohl nicht auf Anhieb einen antisemitsichen Akt nennen wollen…

B.3.1. “Sie lernen gut [im Sinne von schnell]

Zu seiner Äußerung, “Sie lernen gut [im Sinne von schnell], könnte Bhakdi sagen:

„Damit, dass ich ‚den Juden‘ essentialisierend die Fähigkeit oder gar die Disposition, ‚gut [im Sinne von schnell] lernen‘ zu können zugeschrieben habe, habe ich mich in ein aus einem Sprachgebrauch resultierendes Konnotationsfeld begeben, der speziell in Situationen zu finden ist, in denen diese ‚Fähigkeit‘ einer bestimmten Gruppe von Menschen essentialisierend als ein sie scheinbar stolzmachende Wesenseigenschaft konstatiert wird, aber doch in einer subitil ironisch abwertenden Form – nach dem Motto, ‚Wir haben sie, wie es ihnen auch gebührt, als negativ dargestellt und be- oder gar verurteilt, d.h. wir wollen sie hier nicht haben. Aber eines muss man ihnen lassen: ‚Gut [im Sinne von schnell] lernen‘, das können sie!‘

Das kann ein Sprachgebrauch aus einem rassistisch-kolonialistischen Kontext sein (‚der Neger an sich, verschlagen wie er ist, lernt schnell“), aus einem paternalistisch-chauvinistischen (‚Die Frauen sind ja oft nicht sonderlich intelligent und oft auch echte Schlampen, aber sie lernen schnell, wie sie die Männer am besten verführen können‘) oder in kriminalisierend-diagnostizierendem (‚die Einbrecher, Drogen- oder Menschenhändler sind oft nicht die hellsten, aber sie lernen schnell, sich den veränderten Bedingungen anzupassen‘). — Theoretisch könnte man ’sie lernen gut‘ natürlich auch dem Sprachgebrauch lobender Eltern oder Lehrer zuordnen, eher als auf- als abwertend gemeint, aber eine solche Zuschreibung kommt wohl häufiger in Kontexten vor, in der gleichzeitig und nicht direkt benannt eine sozial eher negative, abwertenden Stimmung gegen die Gemeinten anwesend ist.“

B.3.2. Infektionskette des Bösen

Den oben schon angeführten Gedanke einer Art von „Déformation professionnelle“ des Infektiologen könnte Sucharit Bhakdi in der folgenden Weise erweitern.

B.3.3. Aus der Liebe gefallen – Judenverehrung als kleiner Bruder des Antisemitismus?

In der oben angeführten Diskussion gibt es einen wichtigen Hinweis von Aya Velázquez18, den Sucharit Bhakdi und seine Anwälte meiner Meinung nach auf jeden Fall einbeziehen sollten: „Das hat Marina Weißband sehr schön dargelegt. ‚Judenverehrung‘, also eine Art ungesunder Überhöhung, ist der kleine Bruder von Antisemitismus. Übersteigerte Liebe liegt bekanntlich nah an Hass. Warum diese unnötige Überhöhung? Bei Bhakdi wird diese Verwirrung sofort in den nächsten Sätzen nach seiner fast frenetischen Überhöhung sehr gut deutlich. Auf seine übersteigerte Bewunderung erfolgt die Assoziation mit ‚DAS BÖSE‘. Sucharit Bhakdi könnte vortragen:

“Aufgrund meiner Verwendung der Vergangenheitsform in ‚ich verehrte sie/hab sie verehrt‘ und ‚Volk, das ich mehr bewundert habe, als irgendein anderes Volk auf der Welt‘ könnte man den Eindruck bekommen, meine Bewunderung, meine große Liebe sei in ihr Gegenteil umgeschlagen – beinahe, um eine Analogie zu verwenden, wie man es von vollständig aus jeder Liebe gefallenen langjährigen Liebespartnern kennt, wenn der/die eine von ihnen sich disruptiv, z.B. nach dem Start einer neuen Liebesbeziehung mit einer/m neuen Partner:in, abgewendet hat – nach dem Motto ‚Ich habe sie/ihn so geliebt, aber jetzt sehe ich endlich, was das für eine(r) ist, seinen/ihren wahren [nämlich zutiefst fiesen, geradezu „erzbösen“] Charakter. Heute kann ich nur noch Hass für ihn/sie empfinden‘.

Über diesen Umschwung in meinen Gefühlen für „die Juden“ muss ich noch nachdenken. Vielleicht gibt es (auch in diesem Punkt) biografische und familienhistorischen Bezüge und Überlagerungen.“

B.4. Drastische Formulierungen

Falls Sucharit Bhakdi sich für eine Art von Inventur seiner öffentlichen Äußerungen entscheidet, um prophylaktisch welche zu kommentieren, könnte er in Bezug auf diese sagen, dass ihm manchmal unreflektierte Bemerkungen herausrutschen, wenn er sehr emotional reagiert – etwa mit diesen Worten:

“Das ist zum Beispiel in 3:59:35 im Video ’Day 4 Grand Jury’ passiert, nachdem Dr. Fuellmich mich angehalten hatte, ein klares Statement in Bezug auf die Studienergebnisse von Pfizer abzugeben, was ich mit ‚They could not have not know it, therefore it is premeditated‘ (‚Sie können es nicht nicht gewusst haben‘) dann tat. Wütend auf die für die genetischen Giftspritzen Verantwortlichen (und auch in Sorge um meinen kleinen Sohn, den man in dieser Grand Jury Sitzung, ungeplant, für einen kurzen Moment auf meinen Schoß sitzen sieht) habe ich mich zu der heftigen und tatsächlich auch etwas faschistoid anmutenden Äußerung hinreißen lassen, ‚They got to be removed from our world.‘ (‚Sie müssen aus unserer Welt entfernt werden.‘) Das tut mir heute leid, ich hätte sagen sollen, ‚Sie gehören ins Gefängnis!‘

In einem Interview mit einem Holländer, sagte ich über Eltern, die ihre Kinder ‚impfen‘ lassen: ‚These are not normal people, these are not normal parents‘ (‚sie sind keine normalen Menschen, sie sind keine normalen Eltern).

Ich denke, der Rechtsanwalt Friedemann Däblitz hat Recht, als er in einem Post in Bezug auf diese meine Äußerung sagte,

  • ’Ich verstehe die Schockiertheit, gerade aus Bhakdis Perspektive. …er schafft es anscheinend nicht, sich in manipulierte und mit der Tragweite der Entscheidung überforderte Eltern hineinzuversetzen. Natürlich sind auch Eltern, die ihre Kinder „impfen“ lassen Menschen und Eltern. Ihnen dabei die ‚Normalität‘ abzusprechen steht niemandem zu. Das sichtbare Unvermögen Bhakdis in diesem Punkt erklärt für mich auch sein übers-Ziel-hinausschießen bei historischen Vergleichen.
  • Weder spricht für mich aus diesen Videos eine Feindschaft gegenüber den Gruppen, über die er spricht, noch möchte er zum Hass aufstacheln. Es sieht für mich danach aus, als begreift er nicht, was er sagt. Straftatbestände, die es ermöglichen würden, ihn deshalb zu verurteilen, sollten verfassungskonform so ausgelegt werden, dass persönliche Schwächen nicht mit einem Strafurteil belegt werden.’

Also, bei den von mir als ‚nicht normal‘ bezeichneten Eltern entschuldige ich mich hiermit. Die Sorge um mein Kind (heute hat die Stiko die „Impfung“ für Kinder von 5-11 empfohlen!) lässt mich manchmal aus dem Blick verlieren, dass andere Eltern über die Giftigkeit der gentechnischen Injektionen nicht so gut informiert sind wie ich. Sorry, aber an diejenigen, die meine Entschuldigung jetzt hören oder lesen, meine dringende Empfehlung: ‚Halten Sie ihre Kinder fern von der Spritze!‘“

B.5. Entschuldigung bei den deutschen und den jüdischen Mitmenschen

Wenn es Sucharit Bhakdi nach der Äußerung einiger oder aller dieser hier vorgeschlagenen Gedanken und Argumenten danach ist, könnte er die Entschuldigung gegenüber den Eltern erweitern und auch die des „Bösen“ und des „Erzbösen“ bezichtigten Juden und Deutschen einbeziehen:

“Dafür, dass ich mich dann wohl in diesem komplexen System von Nationalitäts- und Religionszugehörigkeiten sowie -Loyalitäten vergaloppiert habe und etwas entgleist bin, entschuldige ich mich bei meinen jüdischen Mitmenschen, die ich mit meinen ungenügend reflektierten Aussagen gekränkt habe.

Explizit entschuldige ich mich aber auch bei meinen deutschen Mitmenschen, die ich sicher damit gekränkt habe, in ihnen, einzeln oder als Volk/Nation, ‚das Erzböse‘ vermutet zu haben. Und auch dafür, ihnen die Rolle als ‚Überträger des Bösen‘, also quasi als ‚Super-Spreader des Erzbösen‘ zugedacht zu haben.“

C. Stark bleiben

Tabus aufrecht erhalten und Aspekte der Wahrheit, kleine und große Patzer von Menschen betreffed, die nicht nur „welche von uns“, sondern auch „Ikonen unserer Bewegung“ sind, auszublenden und unter den Tisch zu kehren, schwächt die Widerstandsbewegung als Ganzes. Wir sollten der Wahrheit die Ehre geben, denn die Wahrheit heilt.

Mögen die hier vorgetragenen Gedanken dazu beitragen, dass Sucharit Bhakdi und mit ihm die Widerstandsbewegung stark bleibt. Wir müssen ja noch mit etwas umgehen, in dem sich das eigentliche „Erzböse“ manifestiert: mit den für uns schon angeschafften gentechnischen Giftspritzen.

  1. 24.05.2022: Erstveröffentlichung; 26.05.2022: Video-Zeitangabe für das Kernzitat ergänzt (Min 26:22); im Kapitel B.3.3. Titel verändert und 1. Absatz hinzugefügt; 13.06.2022 Layout verändert, Fehler korrigiert.
  2. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy.
  3. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/220311
  4. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/220311.
  5. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/73843.
  6. Siehe wieder https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/220311.
  7. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/221249.
  8. Siehe https://t.me/ayawasgeht/2033
  9. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/222074
  10. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/220311
  11. Beides hier: https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/222918
  12. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/222230.
  13. Als mit Systemischen Aufstellungen vertrauter Beobachter könnte man verschiedene Hypothesen darüber entwickeln, welche Kontextüberlagerungen es zwischen den Positionen „Israel und die Juden heute“, „die Juden damals“, die „verehrten jüdischen Künstler“, „die jüdischen Denker“, „die Amerikaner“, „die Deutschen“, „die Amerikaner“ und vielleicht Bhakdis Eltern oder auch Großeltern geben könnte. Es wäre interessant, ihn diesbezüglich zu befragen…
  14. Man denke an das Bild, das viele Hollywood-Filme von den Deutschen zeichnen, z.B. der „Indiana Jones“-Film „Jäger des verlorenen Schatzes“ von 1981.
  15. Google/Oxford Languages: „Erz-“ drückt in Bildungen mit Substantiven aus, dass eine Person – seltener eine Sache – etwas von Grund auf ist, etwas ganz und gar verkörpert (z.B. „Erzheuchler“).
  16. „Wenn es denn einen Gott gibt… ich bin ja Buddhist“, sagte Sucharit Bhakdi am 20.02.2022, dem „Day 4 Grand Jury“. Darüber, welche Vorstellungen und Gedanken der Buddhist Sucharit Bhakdi, korrespondierend mit denen zur Existenz „eines Gottes“, in Bezug auf Christen- und Judentum in seinem Geist bewegt, hat er in beiden Videos nicht gesprochen. Vielleicht gibt es spezielle Ideen und Vorstellungen, aus seiner privaten und/oder aus buddhistischer Sicht, über das von ihm in Deutschland verortete „Erzböse“ und darüber, wie es in die Welt kam. Gibt es neben dem Zweifel an der Existenz „Gottes“ auch einen an der „Existenz des Teufels“. Bestimmt sind viele, wie ich, interessiert, darüber etwas von ihm zu erfahren.
  17. Der sich zum Essentialisieren sehr anbietende Trieb-Begriff ist heute noch sehr präsent. So liest man z.B. „In alltagstheoretischen Annahmen ist Nachahmung ein sozialer Trieb (Nachahmungstrieb)…“ https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/nachahmung/10242 und „Der Nachahmungstrieb ist dem Menschen (auch Tieren) als Disposition angeboren.“ https://www.textlog.de/1201.html
  18. Siehe https://t.me/eyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy/220364.