Hot Spot Performance Coaching 

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... ist eine von mir entwickelte Coaching- bzw. Supervisionsform für Präsentationen und Bühnenauftritte, in der NLP-Strategiearbeit, gestalttherapeutische "Hot Chair/Stage"-Arbeit und Elemente der Strukturaufstellungsarbeit zusammen kommen. Als ressourcenorientiertes Life-Coaching ermöglicht dieses Vorgehen die veränderungsrelevante Nutzung des Publikum-Feedbacks für ein "Change Present", indem der Auftretende durch den Coach zu kritischen Stellen seiner Performance zurückgeführt wird und die Gelegenheit erhält, diese neu zu gestalten (statt wie in einem "Change History" eine vergangene Situation in der Imagination neu zu gestalten, geschieht hier die Veränderung im gegenwärtigen Hier und Jetzt vor in der Gruppe). 

Durch geeignete Interventionen sorgt der Performance Coach dabei für eine veränderungswirksame "Betriebstemperatur" und dafür, dass der Auftretende die innere und äußere Dynamik kritischer Performance-Momente im "Hier und Jetzt" einer "Klappe-die-zweite"-Performance wieder erleben und verändern kann. Die Interventionen des Performance Coaches utilisieren die kalibrierten Schleifen von Übertragungs-Gegenübertragung-Beziehungen zu Teilnehmern, sowie die Dynamiken von Gruppenübertragungen, versehentlichen Aufstellungen und Loyalitäts-Bindungen, die sich in Performance-Blockaden manifestieren. 

Hot Spot Performance Coaching hilft dem Betreffenden, diejenigen seiner Ressource-Strategien zu verändern, die Elemente seines Ausdrucksverhaltens (Veränderungen von Gestik, Mimik, Haltung, Ideomotorik und Stimmlage) als unbewusst eingesetzte und in ihrer Außenwirkung problemerzeugende (Selbst)Anker für den Zugang zu wichtigen Performance-Ressorucen nutzen. "Begradigte" und elegantere Strategien werden "on the spot" eingeübt, Ressourcen-Zugänge intensiviert und erweitert: Durch kongruenteres Auftreten wird die Performance überzeugender.

 


"Dass non verbales und verbales Ausdrucksverhalten ihre Wirkungen haben, das war und ist für mich nichts Neues. Dass es hilfreich ist, dieses kongruent hervorzubringen, ist auch nicht neu für mich. Allerdings haben mich schon lange die 'feinen' nonverbalen Ausdrucksformen interessiert. 

Zunächst einmal hast du mir durch deine Arbeit vor und mit uns Sicherheit darin gegeben, dass all die 'feinen' nonverbalen Ausdrucksverhaltensweisen bemerkenswerte Hinweise auch für Inkongruenzen sein können, die ihre (un/ gewollte) Wirkung in der Kommunikation bzw. Interaktion (nicht) verfehlen. Es hat mir unglaublich gut getan, mich darüber mit anderen und insbesondere mit dir austauschen zu können und darüber eine Menge von dir zu lernen. Allein das war für mich schon ein besonders Erlebnis. 

Darüber hinaus habe ich gelernt, dass die kritischen Stellen eines Auftrittes zunächst möglichst genau beschrieben (modelliert) werden müssen, damit der/die Auftretende diese im Nachvollzug erkennt. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie ihm/ihr nicht bewusst sind. Dann stellt sich die Frage, was sie für den/die Auftretende/ n selbst bedeuten. Hier wird es für mich besonders spannend. Denn ich habe erfahren, dass nach außen sichtbar gewordene Inkongruenzen im Ausdruck auch bis dahin unmerklich im Inneren wirk(t)en. Die Frage nach der Bedeutung für den/die Auftretende/n selbst muss m. E. vor dem Feedback des Publikums über die Wirkung gestellt werden. So kann die positive Absicht des Verhaltens besser verdeutlicht werden. An dieser Stelle ist, soweit wie ich das beurteilen kann, das Coaching besonders wichtig. Denn hier muss - ich nenn das mal so - der Inkongruenz auslösende Faktor erkannt werden. Inkongruenz verwirrt den/die Auftretende selbst. 

Thies und Doris

Das habe ich so erlebt. Bemerkenswert dabei war für mich, dass der Inkongruenz auslösende Faktor das Wort "okay" mit einem fragenden Ton in der Stimme war, was als Stellvertretung für meinen inneren Dialog stand. Das kann ein Publikum nicht zusammenbringen. Hier musste eine weitere Information für das Publikum her, um Klarheit hinsichtlich des Bezugs zu schaffen: Botschaft (Appell) für das Publikum oder über den/die Auftretende/ n (Selbstoffenbarung).

Wenn dann der dahinter stehenden positiven Absicht die Wirkung gegenübergestellt wird, kann mit Hilfe des Coachs die Suche nach Veränderungsmöglichkeiten im Verhalten einsetzen. Diese Phase hat mich an das Verhandlungsmodell erinnert: Erhalt der positiven Absicht (Ressource) und dazu Kongruenz im Ausdrucksverhalten: kongruent für das Publikum und für den/die Auftretende/ n. Beides muss gewährleistet sein. An dieser Stelle war meine Betriebstemperatur besonders hoch, weil ich spürte, dass diese Verhaltensveränderung nicht nur für das Publikum passend sein muss, sondern auch für mich. Hier liegt eine besondere Herausforderung und möglicherweise lässt sich hier noch mehr Transparenz herstellen. 

Des Weiteren fand ich bemerkenswert, wie sehr sich mit Verhaltensveränderungen andere Verhaltensweisen, wie z.B. Stimme/Stimmlage beim Üben und Intensivieren verändern (systemischer Aspekt). Außerdem habe ich die Arbeit mit dem Publikums Feedback für min 'Change Present' als angenehm dynamisch und interaktiv erlebt." Doris Stewing, Trainertraining 2004


"Thies bot eine Übung zum Thema 'Störungen durch Seminarteilnehmer' an, und ich meldete mich. Ich wollte Stretching, meine Grenzen ausloten. Deshalb wählte ich Klaus, einen Trainerkollegen, als 'störenden Teilnehmer' aus. Ich mag ihn, und ich hatte eine Ahnung, dass er mich sehr herausfordern würde. 

Die Übung begann, und ich erzählte etwas über die Rolling Stones. Dass sie doch "alte Säcke" wären etc. Plötzlich brüllte Klaus total laut, dass das doch alles 'Scheiß' sei, die 'seit 30 Jahren im Geschäft' wären und 'Millionen Fans' hätten. Ob dieses brachialen Einwurfs ging ich erst einmal in Trance. 

Wie lang diese auch immer angehalten haben mag, Thies führte mich auf einen Sitzplatz neben sich. Ich war innerlich noch sehr mit dem Geschehenen beschäftigt, starrte auf Klaus und hörte von rechts Thies' Stimme. Ich antwortete ihm, immer noch in Trance, bis ich einen Gedankenblitz hatte und ihm meinen Kopf ruckartig zuwandte. Ab diesem Zeitpunkt kam ich immer mehr ins Bewußtsein und nahm z.B. wahr, dass die ganze Szenerie das Plenum erheiterte. Was immer auch im Dialog mit Thies abgelaufen war, es musste witzig gewesen sein (später wurden wir mit Waldorf und Stetler aus der Muppet Show verglichen). 

Thies und Georg

Thies gab mir einige Tips, die ich dann bei der zweiten Auflage der Übung einsetzte. Als Klaus seinen Einwand zum zweiten Mal heraus brüllte, holte ich tief Luft, machte eine Körperdrehung und nahm (Augen)Kontakt zu der ganzen Gruppe auf. Danach bot ich Klaus einen Reframe an, der auch von ihm angenommen wurde. In einer entsprechenden realen Situation wäre ich im Seminar an dieser Stelle wieder gut arbeitsfähig gewesen." Georg Klysch, Trainertraining 2004


"Es waren für mich sehr lehrreiche Tage - du bist das beste Modell für Wahrnehmung und Utilisieren, das mir je über den Weg gelaufen ist." Anja Mumm, Trainertraining 2004

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www.ThiesStahl.de     update 04.08.04