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Ihre berufliche Situation?
Ich habe Psychologie studiert und Ausbildungen in Neurolinguistischem Programmieren, in Gesprächspsycho-, Gestalt- Familien- und Hypnotherapie absolviert. Seit 1991 bin ich selbstständig. Ich bilde als NLP-Lehrtrainer Practitioner, -Masterpractitioner, und -Trainer aus, veranstalte spezielle Seminare zu den Themen "Konflikt-Management" und "Process Utilities" (eigene NLP-Techniken für den indirekten Einsatz auch in nicht-therapeutischen Kommunikationssituationen), führe mit meiner Kollegin Martina Schmidt-Tanger zusammen eine auf dem NLP-Master aufbauende Coaching-Ausbildung, sowie mit Joseph O'Connor und anderen zusammen eine englischsprachige, internationale Trainer- und Coaching-Ausbildung durch. Ausserdem mache ich Seminare für die Industrie (z.B. zur Zeit gerade eine interne Coaching-Fortbildung für die Trainer eines großen Unternehmens), arbeite als Mediator und Konfliktmanager in Organisationen, Teams und für Privatpersonen und führe Coaching-, Supervisions- und psychotherapeutische Einzelsitzungen durch.
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Variabel. In unserem Haus in Quickborn bei Hamburg haben wir ein separate(s) Büro/Praxis, in dem ich Coaching- und Therapie-Sitzungen durchführe. Meine Seminare finden in der Regel im Hamburg im Gästehaus der Universität, Rothenbaumchaussee, statt. Oft unternehme ich Seminarreisen nach Wien und Zürich oder arbeite in Firmen vor Ort.
Haben Sie ein berufliches Vorbild? Wenn ja, warum gerade diese Persönlichkeit?
Ich habe viele Vorbilder, wenn ich aus der Rückschau an meine Lehrer denke. Ich denke an sie allerdings mehr als Mentoren (Virginia Satir und Carol Gammer, Familientherapie, Hilarion Petzold, Gestalttherapie, Manfred Zielcke, Gesprächspsychotherapie, John Grinder, Richard Bandler, Robert Dilts, Leslie Cameron-Bandler (alle NLP) u.v.m.
Ihr hervorstechendster Charakterzug?
Neue Frage bitte... ! Erstens gefällt mir das Wort "hervorstechend" im diesem Zusammenhang nicht, und zweitens müsste ich wohl mit angeben, wer etwas über meinen Charakterzug sagt. Eine Rückmeldung, die ich oft bekomme, ist dass in meinen Seminaren viel gelacht wird, auch dann wenn es um ernste Themen geht. Also ist es vielleicht Humor.
Das Schönste, was Ihnen im Berufsleben wiederfahren ist?
NLP. Alles, was mir in meiner Beschäftigung mit Psychologie und Kommunikation vor, während und nach dem Psychologie-Studium wichtig war, findet sich in den Grundannahmen und Vorgehensweisen des NLP wieder - zumindest in "meinem" NLP.
Welche Tätigkeit delegieren Sie am liebsten?
Keine. Zurzeit. Ich verwalte z.B. meine Seminare selbst und habe Spaß daran, meinen Computer so einzurichten, dass er mir die meisten Verwaltungsarbeiten abnimmt. Auch meine Webseiten (www.ThiesStahl.de) und sogar meine Buchhaltung mache ich selbst. Wenn die beiden kleinsten unserer Kinder etwas größer sind und ich in ca. zwei Jahren beruflich wieder Vollzeit arbeite (meine Frau und ich teilen uns das Familienmanagement), werde ich wieder eine Sekretärin haben.
Woran arbeiten Sie gerade?
Ich schreibe nach "Triffst Du 'nen Frosch unterwegs... NLP für die Praxis" (Junfermann Verlag) und "NLP" in der Reihe Therapieverfahren unserer Zeit (PAL Verlag) mein drittes Buch. In ihm stelle ich die NLP-Vorgehensweisen dar, die ich im Laufe der Jahre selbst entwickelt habe und die ich "Process Utilities" nenne.
Was macht Ihnen in Ihrem Beruf am meisten Spaß?
Das selbstbestimmte und -verantwortliche Arbeiten mit sehr unterschiedlichen Leuten und Themen. Und die Möglichkeit, grenzenlos dazu zu lernen.
Haben Sie ein Motto, das Sie sich während der Arbeit immer wieder in Erinnerung rufen?
Manche Dinge brauchen Zeit und alles hat seine Zeit.
Welchen Auftrag würden Sie niemals annehmen?
Meine Hypnosefähigkeiten für ein Bühnen-/Performance-Coaching eines Rechtsradikalen zur Verfügung zu stellen.
Welche Veranstaltung verpassen Sie nur im größten Notfall?
Die, auf der ich angekündigter Redner oder Trainer bin.
Ihr beruflicher Traum?
Meine Erfahrung und mein Können im NLP praktisch und vor allem auch theoretisch zu integrieren mit der systemischen Arbeit, die ich bei Virginia Satir, Bert Hellinger und Mathias Varga von Kibéd kennengelernt habe.
Welche Entwicklung im Bereich der Weiterbildung halten Sie für die bedeutendste?
NLP und systemische Arbeit.
Das Ihrer Meinung nach beste Fachbuch aus dem Bereich Weiterbildung/Management?
Hoffentlich das, was ich gerade schreibe, denn meine darin beschriebenen NLP-Techniken lassen sich hervorragend, und sogar verdeckt, auch in nicht-therapeutischen Kommunikationssituationen einsetzen.